Immobilienbewertung Verkehrswertermittlung Immobilien Immobilien Markwertermittlung Immobilien Wertermittlung Immobilienschätzung Immobiliensachverständiger Frank Römer


Wertermittlungsrichtlinien



Richtlinien für die Ermittlung der Verkehrswerte (Marktwerte) von Grundstücken (Wertermittlungsrichtlinien 2006 - WertR 2006) vom 1. März 2006.

Noch vor dem erstmaligen Erlass der Wertermittlungsverordnung (WertV) im Jahre 1961 hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) für den Bereich der Bundesvermögens- und Bauverwaltung bereits im Jahre 1955 Wertermittlungsrichtlinien - WERTR - herausgegeben. Bei diesen Richtlinien handelte es sich mithin um eine verbindliche Verwaltungsanweisung des Bundes, die sich allerdings nur an die Bundesverwaltung richtete. Adressat der WERTR war in erster Linie die das Fiskalvermögen des Bundes verwaltende Bundesvermögensverwaltung, insbesondere die Oberfinanzdirektionen (OFD). Ihnen wurden mit den Richtlinien Grundsätze der Verkehrs- bzw. Marktwertermittlung einschließlich eines von ihnen anzuwendenden Wertermittlungsformulars vorgegeben. (Quelle Kleiber digital-online).

Auch wenn eine Anwendung der WertR durch den freien Immobiliengutachter nicht zwingend vorgeschrieben ist, wird diese in der Praxis aufgrund der Anerkennung im Rahmen höchstrichterlicher Rechtsprechung angewendet. Im Jahre 2006 wurden die WERTR erneut novelliert und zum 01.03.2006 bekannt gegeben. Im Mittelpunkt dieser Novellierung steht der Zweite Teil (Rechte und Belastungen).

Inhaltlich gehen die Änderungen auf Stellungnahmen der Bundesressorts und Verbände sowie auf Beratungen in einer beim Arbeitskreis "Wertermittlung" der Fachkommission "Kommunales Vermessungs- und Liegenschaftswesen" des Deutschen Städtetags gebildeten Arbeitsgruppe zurück.

Mit der neuen Fassung der Wertermittlungsrichtlinien (WERTR 06) ist im zweiten Teil insbesondere die Verkehrswertermittlung von Erbbaurechten und Erbbaugrundstücken, Wohnungsrechten, Grunddienstbarkeiten und beschränkten persönlichen Dienstbarkeiten, Wegen- und Leitungsrechten sowie des Überbaus und des Nießbrauchs geregelt.

Aktuelles: Die Richtlinie zur Ermittlung des Sachwerts (Sachwertrichtlinie - SW-RL) vom 5. September 2012 wurde am 18.10.2012 im Bundesanzeiger (BAnz AT 18.10.2012 B1) bekannt gemacht und ersetzt die entsprechenden Hinweise und Anlagen zum Sachwertverfahren in den Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2006).

Mit dem In-Kraft-Treten der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 639) am 01.07.2010 ergibt sich das Erfordernis einer Überarbeitung der Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2006). Dies soll schrittweise in Form von einzelnen Richtlinien erfolgen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu einer Richtlinie zusammengeführt werden sollen.

Die SW-RL ist die erste von mehreren nachfolgenden Richtlinien. Sie enthält Anwendungshinweise zum Sachwertverfahren und vertieft damit die in der neuen ImmoWertV geregelten aktuellen Verfahrensgrundsätze zum Sachwertverfahren (§§ 21 bis 23 ImmoWertV). Vor allem soll die SW-RL dazu beitragen, eine modellkonforme Ermittlung des Sachwerts beziehungsweise der der Sachwertermittlung zugrunde liegenden Daten nach einheitlichen und marktgerechten Grundsätzen zu gewährleisten.

Im Übrigen ist bis zur Veröffentlichung neuer Richtlinien insbesondere zum Vergleichsverfahren bzw. Ertragswertverfahren die hier wiedergegebene Fassung der Wertermittlungsrichtlinien noch sinngemäß anwendbar, soweit dies mit der ImmoWertV vereinbar ist.

Die pdf-Fassung der SW-RL finden Sie in den untenstehenden Anlagen.

Wertermittlungsrichtlinien 2006 (PDF, 201 KB)
Wertermittlungsrichtlinien: Anlagen 1 bis 11 (PDF, 134 KB)
Wertermittlungsrichtlinien: Anlagen 12 bis 22 - zu Kapitel 4 (PDF, 95 KB)
Richtlinie zur Ermittlung des Sachwerts (Quelle: BAnz AT 18.10.2012 B1)


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