Immobilienbewertung Verkehrswertermittlung Immobilien Immobilien Markwertermittlung Immobilien Wertermittlung Immobilienschätzung Immobiliensachverständiger Frank Römer


Nießbrauch




Der Nießbrauch ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt (§§ 1030ff.).

Der Nießbrauch ist ein umfassendes Nutzungsrecht mit Übernahme wiederkehrender Lasten.

Der Nießbraucher ist unter Ausschluss des Eigentümers zum Besitz der Sache berechtigt, er hat sie ordnungsgemäß zu bewirtschaften und zu unterhalten, darf sie jedoch nicht umgestalten oder wesentlich verändern.

Der Nießbrauch kann entgeltlich oder unentgeltlich erfolgen. Die Dauer ist frei vereinbar. I.d. R. wird das Recht bei natürlichen Personen mit dem Ableben enden.

Das Nießbrauchrecht zu Gunsten natürlicher Personen ist weder vererblich noch übertragbar. Der Wert des Nießbrauchs ist daher von der Lebenserwartung des Berechtigten und der Restnutzungsdauer des Gebäudes abhängig.

Ein Nießbrauch wird häufig im Rahmen von Schenkungen oder vorweggenommenen Erbregelungen vereinbart. Der Überlasser kann so unverändert die Früchte des bisherigen Eigentums ziehen.

Auch Miteigentumsanteile an Wohnungseigentum können mit Nießbrauch belastet werden und de Nießbraucher übt hier in der Gemeinschaft Eigentümerrechte aus. Ansprüche der Miteigentümer richten sich jedoch an den Eigentümer, nicht an den Nießbraucher.

Die unterschiedlichsten Formen des Nießbrauch führen zu unterschiedlichen steuerlichen Auswirkungen, so dass eine steuerliche Beratung i.d.R. unerlässlich ist.

Die Wertermittlung des Nießbrauchs ist der einer Leibrente vergleichbar. Deshalb sollten die Leibrentenfaktoren, die die Erlebenswahrscheinlichkeit berücksichtigen, angewandt werden. Die Berechnung erfolgt mit Liegenschaftszinssätzen, nicht mit Kapitalzinssätzen, auf Basis des Nettoertrags (bei Renditeobjekten als Reinertrag).

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